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 Nds. Landesamt für Soziales, Jugend und Familie
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Fortbildung/Seminar

Nds. Landessozialamt


Genderkompetenz
Praxis einer Jungenarbeit unter Berücksichtigung aktueller Anforderungen 5 moduliger Zertifikatskurs

Datum:
29.10.-31.10.2018

Fortbildungsnummer:
30-18-167

Ziele / Inhalt:
Ausgehend von der Erkenntnis, dass auch Jungen und männliche Jugendliche eine geschlechtersensible Unterstützung benötigen, wird in dieser Fortbildungsreihe vermittelt, wie wir dem Bedarf in Jugendarbeit, Jugendhilfe, Schule und außerschulischer Jugendbildung gerecht werden können. Jungenarbeit hat sich in den letzten Jahren etabliert weiter ausdifferenziert und hat dadurch eine besondere vielschichtige Fachlichkeit entwickelt. Wenn wir Jungen und männlichen Jugendlichen mit unseren Angeboten gerecht werden wollen, benötigen wir einerseits eine erprobte Jungenkompetenz. Andererseits stellt uns der pädagogische Alltag täglich vor die Aufgabe, besonders die Unterschiede zu berücksichtigen. Wie gelingt es also Männlichkeitsthemen mit Jungen zu bearbeiten, ohne Jungen „in eine Ecke zu drängen“ und sie defizitär zu betrachten? Wie können ihre Ressourcen aktiviert, ihre Kompetenzen gestärkt und ausgebaut werden? Welche Kompetenz müssen wir uns sowohl in der Empathie als auch in der Konfrontation selbst erarbeiten? Und wie lässt sich die Selbstbehauptungsfähigkeit bei Jungen und männlichen Jugendlichen / Heranwachsenden gegen Rassismus, Sexismus, Homophobie und allgemein gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ausbauen und festigen? Welche konstruktive Hinwendung braucht es gerade durch die veränderten Lebenswirklichkeiten z.B. Mediennutzung im pädagogischen Alltag.
In dieser Fortbildungsreihe werden erfahrungsorientiert Zugänge zu Jungen vorgestellt, die Jungen auch wirklich erreichen können. Es werden Konzepte und auch Methoden vorgestellt, die sich vielerorts in der Praxis bewährt haben. Neben einem fundierten Überblick über die Jungenarbeit im deutschsprachigen Raum werden Modelle zu Jungen und Jungenarbeit zur Diskussion gestellt. Darüber hinaus werden Methoden selbsttätig erprobt und fachlich eingeordnet. Und schließlich geht es auch zentral um unsere fachliche, gesellschaftspolitische und pädagogische Haltung in der geschlechterreflektierten Arbeit mit Männern, Jungen und auch mit Mädchen und Frauen. Der Praxisanteil wird dementsprechend hoch sein - Durchführung eines eigenen Projektes -, aber die theoretische Auseinandersetzung wird auch nicht zu kurz kommen. Ziel dieser Qualifizierungsreihe ist die Steigerung des eigenen fachlichen Standards in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden!

Baustein 1: 29.10. – 31.10.2018 in Bredbeck
Grundlagen von Jungenarbeit und geschlechterbezogener Pädagogik mit Jungen und männlichen Jugendlichen –
Mit welchen Anforderungen werden Jungen heute groß?
Definitionen von Sexismus und Rassismus

"Ich bin die beste Methode" - Biografiearbeit, (Wo komme ich her? Was sind meine Ressourcen? …) Gestaltung der professionellen Beziehung zu Jungen, das Verhältnis von Ziel-Haltung-Methode

Baustein 2: 04.12. – 05.12.2018 in Hannover
Vielfalt in der geschlechtshomogenen Arbeit -
Intersektionelle Analyse – transkulturelle Gestaltung, Intergeschlechtlichkeit, Umgang mit Trans- und Homophobie, sexuelle Orientierungen mit Jungen reflektieren

Baustein 3:2 tägig in Hannover (2019)
Sexualpädagogik mit Jungen –
Methoden und Material zur Arbeit mit Jungen zu allen Fragen der Sexualität; Sexualpädagogische Konzepte mit Prävention und Intervention bei Grenzverletzungen
Erarbeitung von eigenen Praxisprojekten

Baustein 4:2 tägig in Hannover (2019)
Medien in der Jungenarbeit
Reflexion (Un-)Sozialer Netzwerke, Internet und Einsatz verschiedener Medien im pädagogischen Alltag (z.B. das Smartphone)

Baustein 5: Auswertung von Praxisprojekten der Teilnehmenden -
Transfer der Themen in die eigene Praxis mit Berücksichtigung der unterschiedlichen Zielgruppen und individuellen Arbeitsplatzzuschnitten, Bewertung des Zuwachses in den Handlungsoptionen, Ausblick und Verabredungen
3 tägig in der Bildungsstätte Bredbeck (2019)

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Die Seminarreihe baut aufeinander auf und kann nicht einzeln gebucht werden.

Zertifikat "Jungenarbeit":
Die Zertifizierung erfolgt nach Teilnahme an allen Bausteinen. Voraussetzung für die Erteilung ist die Durchführung eines selbstgewählten Jungenprojekts und die Dokumentation und Präsentation der Erfahrungen in der Ausbildungsgruppe.
Bei Fehlzeiten von mehr als 10 Prozent der Fortbildung kann kein Zertifikat erteilt werden.

Stichwörter:
Genderkompetenz     Jungenarbeit    

Zielgruppe:
Männer, die mit Jungen/männlichen Jugendlichen/männlichen Heranwachsenden arbeiten (wollen) oder sich anders fachlich für das Themenfeld interessieren

Referentin / Referent:
Olaf Jantz, Diplom-Pädagoge, Klientenzentrierter Gesprächspsychotherapeut (GwG), mannigfaltig e.V.
Christoph Grote, Dipl. Rel.-Pädagoge,systemischer Berater, Hannover, Mannigfaltig e.V.

Ort auf Karte anzeigen
Ort:
Bildungsstätte Bredbeck, An der Wassermühle 30, 27711 Osterholz-Scharmbeck/Niedersachsen, 04791 / 96180
Internet: www.bredbeck.de
E-Mail: info@bredbeck.de

Seminarplätze:
18

Kursgebühr in Euro:
340,00

weitere Kosten / Kostenaufschlüsselung:
340,00 je Modul Seminarbeitrag, Unterkunft im Einzelzimmer und Verpflegung. Nicht in Anspruch genommene Einzelleistungen können nicht erstattet werden.

Verantwortlich:
Jutta Gröne-Carl (inhaltlich), 0511 / 89701-327
Dagmar Weißer (Verwaltung), 0511/ 89701-332



Das Nds.Landessozialamt - Fachgruppe Kinder, Jugend uns Famile im Internet: http://www.soziales.niedersachsen.de/master/C6453975_N6444471_L20_D0_I1740859.html

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